Name gesucht für Exoplanet HD 32518b und seinen Stern

Bis zum 20. September 2019 können Kindergärten, Schulen und Amateurastronomische Vereinigungen ihre Namensvorschläge für den Exoplaneten HD 32518b hier abgeben. Bitte beachten Sie dabei die Regeln zur Namensgebung. Vom 10. Oktober bis 10. November läuft ebenfalls auf dieser Seite die öffentliche Abstimmung über eine Auswahl der Vorschläge.

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Infos

IAU100 – 100 Jahre unter einem Himmel

In diesem Jahr feiert die Internationale Astronomische Union (IAU), die weltweite Vereinigung der professionellen Astronomen, unter dem Motto „100 Jahre unter einem Himmel“ ihr hundertjähriges Bestehen (siehe die deutsche und die internationale IAU100-Webseite).

Die IAU fördert Forschung, Bildung und Wissenschaft im Bereich der Astronomie, insbesondere durch die Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen. Die IAU ist außerdem für die offizielle Namensgebung von Himmelsobjekten zuständig.

Als eine von vielen Aktionen zum IAU100-Jubiläumsjahr dürfen IAU-Mitgliedsländer in diesem Jahr im Rahmen der Aktion NameExoWorlds je einen Exoplaneten und den Stern benennen, den dieser Planet umkreist. Die deutsche Öffentlichkeit darf den Stern HD 32518 und seinen Planeten HD 32518b im nördlichen Sternbild Giraffe benennen. Interesse an den Exoplaneten anderer Länder? Die Webseiten NameExoWorlds bieten einen Überblick.

Exoplanet HD 32518b

Das Exoplanetensystem HD 32518

Bei HD 32518b handelt sich um einen Exoplaneten, also um einen Planeten, der einen anderen Stern als die Sonne umkreist, nämlich den Stern HD 32518. HD 32518b ist deutlich größer als der größte Planet des Sonnensystems, Jupiter. Diesem Planeten und seinem Stern wollen wir dieses Jahr richtige Namen geben!

Ein »Riesen-Jupiter«

Der Planet HD 32518 ist ein Riesen-Jupiter mit rund der dreifachen Jupiter-Masse. Er umkreist seinen Stern alle 157,5 Tage. Der Planet wurde 2009 von Michaela Döllinger (damals bei der ESO), Artie Hatzes (Landessternwarte Tautenburg, LST), Luca Pasquini (ESO), Eike Guenther (LST) und Michael Hartmann (LST) mit der sogenannten Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt.

 

Rötlicher Stern in unauffälligem Sternbild

Der Stern mit der Katalognummer HD 32518 ist ein roter Riesenstern im nördlichen Sternbild Giraffe. Er hat ungefähr dieselbe Masse, aber einen zehn Mal größeren Durchmesser wie die Sonne. Das unscheinbare Sternbild Giraffe (Kamelopard) liegt in der Nähe des Polarsterns. HD 32518 ist mit dem Fernglas, für sehr geübte Beobachter unter besten Bedingungen auch mit bloßem Auge sichtbar.

Regeln

Wie die Namensgebung abläuft

Wer einen Vorschlag machen darf

Namensvorschläge dürfen von Schulklassen, Kindergartengruppen und amateurastronomischen Vereinigungen aus Deutschland gemacht werden. Jede Kindergartengruppe/Schulklasse/Vereinigung darf dabei einen Vorschlag für den Planeten und einen Vorschlag für den Stern einreichen. Bitte auf dem Formular die Adresse und eine Ansprechperson (Lehrer*in, Erzieher*in, Vorstandsmitglied) angeben.

Die Vorauswahl trifft eine Kommission bestehend aus Dr. Michaela Döllinger (Landessternwarte Tautenburg, Mitentdeckerin des Planeten), Prof. Dr. Thomas Henning (Max-Planck-Institut für Astronomie), Dr. Carolin Liefke (Vereinigung der Sternfreunde e.V.), Dr. Markus Pössel (IAU National Outreach Coordinator für Deutschland), Dr. Ruth Titz-Weider (DLR Institut für Planetenforschung, Berlin) und Prof. Dr. Joachim Wambsganß (Präsident der Astronomischen Gesellschaft). Die Kommission wählt fünf Vorschläge aus und stellt sie zur öffentlichen Abstimmung.

Abstimmen darf jeder, der im Abstimmungszeitraum (10. Oktober bis 10. November 2019) in Deutschland ansässig ist. Die Abstimmung erfolgt elektronisch über ein Formular, das dann auf dieser Webseite verfügbar sein wird.

Es wird jeweils ein Namensvorschlag für den Stern und ein anderer Namensvorschlag für den Planeten eingereicht. Die beiden Namen sollten einen direkten Bezug zueinander haben. Wählt die Namen nach Möglichkeit so, dass ihr auch weitere in diesem System entdeckte Himmelskörper benennen könntet. Beispiel: "Den Stern nennen wir Rotköppchen, den Exoplaneten nennen wir Wolf".

Eine kurze Begründung (bis zu 100 Worte) sollte die Hintergründe des Namensvorschlags erläutern. Der Name selbst sollte höchstens 16 Buchstaben lang sein, nach Möglichkeit aus einem einzigen Wort bestehen und sich problemlos aussprechen lassen

Nicht erlaubt sind:

  • Namen noch lebender Personen oder von Personen, die vor weniger als 100 Jahren noch gelebt haben
  • Namen von Personen, die vor allem für ihre militärischen, religiösen oder politischen Aktivitäten bekannt sind
  • Markennamen und weitere Namen mit primär kommerzieller Bedeutung
  • Namen von Organisationen, die an der Auswahl beteiligt sind
  • Akronyme oder selbst erfundene Wörter
  • Namen, die aufgrund von Copyright-Beschränkungen nicht allgemein genutzt werden können (z.B. Charaktere aus Büchern oder Filmen)
  • Wörter, die Ziffern oder Satzzeichen enthalten
  • anstößige Namen
  • Namen von Haustieren

Wir behalten uns außerdem vor, Namen auszuschließen, die bereits existierenden Namen astronomischer Objekte (siehe z.B. die MPC-Datenbank) zu ähnlich sind. Die offiziellen Regeln stehen (auf Englisch) auf der NameExoWorlds-Webseite.